Vogelsang

Die NS-Ordensburg Vogelsang ist ein von den Nationalsozialisten auf dem Berg Erpenscheid errichteter Gebäudekomplex bei Gemünd/Eifel oberhalb der Urfttalsperre in Nordrhein-Westfalen. Die Anlage diente der NSDAP zwischen 1936 und 1939 als Schulungsstätte für den Nachwuchs ihrer Führungskader. Der unter Denkmalschutz stehende Teil der Bauwerke umfasst eine Bruttogeschossfläche von mehr als 50.000 Quadratmeter und gilt nach den Parteitagsbauten in Nürnberg mit fast 100 ha bebauter Fläche als die größte bauliche Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus in Deutschland.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Komplex von britischen, ab 1950 bis Ende 2005 von belgischen Militärstreitkräften genutzt, die unter dem Namen „Camp Vogelsang“ dort eine Kaserne und im umliegenden Gelände den dazugehörigen Truppenübungsplatz einrichteten.

Seit dem 1. Januar 2006 ist die Anlage wieder der Öffentlichkeit als „Internationaler Platz vogelsang ip“ zugänglich, nachdem in dem erweiterten Militärgelände der Nationalpark Eifel, der erste in Nordrhein-Westfalen, errichtet worden war. Nachdem zunächst nur kleinere Baumaßnahmen durchgeführt wurden, läuft seit dem 23. April 2012 bis voraussichtlich Mitte 2014 (Ausstellungseröffnung) der Umbau der ehemaligen Ordensburg zu einem Ausstellungs- und Bildungszentrum mit einer NS- und einer Nationalparkausstellung sowie einem neuen Besucherzentrum. Das temporäre Besucherzentrum befindet sich heute im Kulturkino vogelsang ip, dem ehemaligen belgischen Truppenkino auf dem Gelände. Derzeit befindet sich die Anlage Vogelsang noch im Besitz des Bundes, soll aber mit Unterstützung der Landesregierung auf den Kreis Euskirchen übergehen.

Quelle: Wikipedia

Weitere Informationen unter www.vogelsang-ip.de

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